not even death is kind to me

für Oboe und Kontrabass

In meiner Musik verarbeite ich Schmerz, Leid und die dunklen Seiten der Menschheit. Schon der Titel „Not even death is kind to me“ macht das unmissverständlich deutlich. Die Musik versteht sich als schnelllebiger Transformationsprozess, als ständiges Bauen von Brücken: Ruhe kippt in Chaos, Klänge werden zersplittert, vermeintliche Stille durchbrochen.
Das Werk ist inspiriert von verzerrten, wilden Gitarrenriffs – Gitarrenverzerrer werden imitiert, Klänge mit einer Prise Harsh Noise angereichert. Dabei suche ich gezielt nach instrumentalen Störgeräuschen – etwa dem leisen Summen alter Kühlschränke – und verwandle sie in merkwürdige Melodien.
Ursprünglich wurde das Stück für die seltene Kombination Heckelphon und Kontrabass komponiert – maßgeschneidert für Matthias Deuter und Javad Javadzade. Besonders Javads Leidenschaft prägt die Musik hörbar: So überzeugte er mich beispielsweise, wilde Zupfpassagen einzubauen oder seine Gesangsstimme einzusetzen.
Trotz der Dunkelheit steht das Werk für Widerstand – und betont die Kraft gemeinsamer Resilienz und Zuversicht.