für Bassflöte, Bassklarinette, Violine, Cello, Klavier + Sampler, Drumset + Drumpad
Ich kann Stücke nicht einfach ruhen lassen. Ich feile, schnipple, verwerfe und manchmal werfe ich die Arbeit von mehreren Monaten auch ganz in den Müll. So auch bei „geklirre und geschepper“: 2017 entstanden, 2019 überarbeitet und nun – 2025/26 – grundlegend erneuert. Diesmal für das Ensemble Hand Werk. In den verschiedenen Versionen zeigt sich, wie mein ohnehin roher Ausdruck mit der Zeit dunkler, gröber und vielleicht auch erwachsener geworden ist. Inspiriert wurde ich von wilden Avantgarde-Rockbands und radikaler Noisemusik. Wilde Drumset-Soli, Streicherpassagen, die an Gitarrenriffs erinnern und massive Klangwände sind besonders wichtig in dem Stück. Gleichzeitig ist die Musik Ausdruck von Themen, die mich im Alltag begleiten: Schmerz und Leid, Rauschzustände und der ständige Kampf darum, dass die unschönen Dinge im Leben nicht überhandnehmen. Musik ist für mich aber auch ein Zufluchtsort. Ein Mittel, um in einen Flow-Zustand zu gelangen. Dabei ist der ständige Wechsel zwischen tranceartigen Wiederholungen und blockhaften, stürmischen Elementen besonders wichtig. In dieser Spannung entsteht der Raum, in dem sich Kontrolle und Kontrollverlust, Wut und Eskapismus begegnen.